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Smart City Olpe

Die Kreisstadt Olpe hat im Sommer 2019 im Team mit den Städten Arnsberg, Bad Berleburg, Menden und Soest, sowie der Südwestfalen Agentur an dem Smart-Cities-Wettbewerb des Bundesinnenministeriums teilgenommen – und mit der gemeinsamen Idee gewonnen. Damit zählen wir zu den deutschlandweit besten Bewerbern. Mehrere Millionen Euro fließen nun in den nächsten sechs Jahren in die Region und voraussichtlich rund 2,1 Mio. € in die Kreisstadt Olpe.

Übergabe des Förderbescheides durch Horst Seehofer in Berlin
Übergabe des Förderbescheides durch Horst Seehofer in Berlin

Ziel der Förderung ist es als Pionierkommunen einen modellhaften Umgang mit den Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu entwickeln und so die Städte für Bürgerinnen und Bürger noch lebenswerter zu machen. Die im Rahmen der Förderung entstandenen Ergebnisse sollen auf andere Kommunen übertragbar sein und einen positiven Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Entwicklung in Südwestfalen, aber auch deutschlandweit leisten.

Was versteht die Kreisstadt Olpe unter einer Smart City?

Eine Smart City ist eine „schlaue“ Stadt, die langfristig und ganzheitlich plant. Eine Smart City setzt Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt und möchte die Stadt für alle l(i)ebenswerter machen – heute und morgen.

Was das für uns in Olpe bedeutet haben wir basierend auf einer Vielzahl von Beteiligungsverfahren gemeinsam erarbeitet:
Olpe 2030: Eine l(i)ebenswerte, lernbegeisterte, nachhaltige und digitale Kreisstadt, die Tradition und Moderne miteinander verbindet.
Was sich hinter jedem der fünf Punkte verbirgt können Sie unter Vision Olpe 2030 nachlesen.

Eines der Hauptziele ist die Nachhaltigkeit in den drei Dimensionen ökologisch, ökonomisch und sozial, wie in den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN und der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie definiert.

Selbstverständlich lässt Olpe als Smart City aber auch den Megatrend Digitalisierung nicht aus dem Blick. Die Digitalisierung wird dabei nicht als etwas verstanden, auf das wir keinen Einfluss haben, sondern etwas, das wir aktiv gestalten können und müssen. Digitalisierung wird als ein mögliches Werkzeug verstanden, das aktuelle Herausforderungen lösen kann. Fokus dabei ist aber immer auf dem langfristigen Nutzen für Bürgerinnen und Bürger und der Nachhaltigkeit. Smart Cities verfolgen die Digitalisierung nicht als Selbstzweck!

Die Definition der Kreisstadt Olpe basiert auf der Smart City Charta des Bundes, deren Einhaltung eine verpflichtende Förderbedingung für das Projekt ist. Die Smart City Charta können Sie hier finden.

Wie ist das Projekt aufgebaut?

Die Gewinner des Smart City made in Germany Wettbewerbs sollen einen modellhaften Umgang mit dem Thema Digitalisierung entwickeln.

Das Projekt selbst besteht aus zwei Phasen – der Strategiephase bis Herbst 2021 und der Umsetzungsphase bis Herbst 2026. Dabei ist der erfolgreiche Abschluss der ersten Phase Voraussetzung für den Erhalt der Förderung für die zweite Phase.

Wie der Name bereits erahnen lässt, ist das Ziel der Strategiephase die Entwicklung einer Smart City Strategie für die Kreisstadt Olpe. Neben einer gesamtstädtischen Vision Olpe 2030 und strategischen Zielen sind dabei bereits konkrete Maßnahmen definiert worden, welche die Kreisstadt Olpe in den nächsten Jahren umsetzen möchte. Um dabei möglichst viele Perspektiven berücksichtigen zu können und eine lebenswerte Stadt für alle sicherzustellen, ist die Strategie gemeinsam mit den unterschiedlichen Beteiligten und Vertretern der Stadt entwickelt worden. Dieses Ziel konnte nur durch die aktive Beteiligung der städtischen Mitarbeiterschaft, der Bevölkerung, der ortsansässigen Wirtschaft und weiteren Interessensgruppen erreicht werden. Während der Umsetzungsphase werden dann die zuvor gemeinsam entwickelten Maßnahmen umgesetzt.

Darüber hinaus zeichnet sich das Projekt durch einen konstanten Austausch innerhalb der fünf Kommunen in Südwestfalen und bundesweit aus. Neben der für die Kreisstadt Olpe spezifischen Strategie haben wir bereits gemeinsam mit unseren südwestfälischen Partnern eine Südwestfalen-Weite Smart City Rahmenstrategie für die Region entwickelt, der sich im Anschluss andere Städte anschließen können. Des Weiteren arbeiten wir auf Südwestfalen-Ebene gemeinsam an verschiedenen Projekten, um bestmöglich voneinander zu lernen und Ressourcen möglichst effizient einzusetzen. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

Strategieworkshop © Südwestfalenagentur
Strategieworkshop © Südwestfalenagentur

Wie wurde die Olper Smart City Strategie entwickelt?

Als Start des Strategieentwicklungsprozesses fand gemeinsam mit dem Verwaltungsvorstand und den städtischen Amtsleiterinnen und Amtsleitern ein Workshop zur Entwicklung eines ersten Vorschlags für eine Vision „Olpe 2030“ statt. Da dies noch vor Corona Zeiten war, konnten sich die Workshopteilnehmer/-innen persönlich mit Kolleginnen und Kollegen der Stadt Soest austauschen, dort das Stadtlabor besuchen und die 3-D-Stadtkarte begutachten, die dank einer 2017 angestoßenen Landesförderung bereits umgesetzt wurden.

Um die verwaltungsinterne Sicht zu vervollständigen haben wir dann die Vorstellungen der Mitarbeiterschaft der Stadtverwaltung Olpe erfragt. Dazu fanden sowohl ein virtueller Workshop, als auch ein Workshop mit einer kleinen Teilnehmerzahl und unter Einhaltung der vorgeschriebenen Abstandsregelungen im Ratssaal statt.

Als nächster Schritt fand ein Workshop mit den neuen Olper Jugendparlament statt um auch die Wünsche der jüngeren Bevölkerung in Olpe berücksichtigen zu können. Die Perspektive der Olper Wirtschaft konnte bereits durch Workshops mit den Mitgliedern von Olpe Aktiv sowie verschiedenen Unternehmern, die dem Aufruf der WiFöG gefolgt waren aufgenommen werden.

Selbstverständlich durften auch die Olper Bürgerinnen und Bürger Ihre Wünsche äußern. Bedingt durch die aktuelle Pandemie konnte allerdings leider keine große Veranstaltung vor Ort stattfinden. Daher gab es drei digitale Beteiligungsformate, deren Ergebnis Sie hier finden können. Zusätzlich dazu fand die Vorstellung der Vision Olpe 2030 und die Abstimmung über mögliche kurzfristige Projekte Anfang September auch in den Räumlichkeiten von Olpe Aktiv e.V. am Marktplatz statt.

Die Vision Olpe 2030, als Ergbnis der bisherigen Beteiligungsmöglichkeiten wurde am 15.12.2020 von der Stadtverordnetenversammlung einstimmig beschlossen.

Im Januar 2021 folgten dann fünf digitale stakeholderübergreifende Workshops um die Vision Olpe 2030 durch SMARTe Ziele zu konkretisieren. An den Workshops haben sich in Summe 75 Personen zuzüglich 10 Expert:innen aus der Verwaltung beteiligt. Im Anschluss haben noch drei digitale Workshops für interessierte Kommunalpolitiker:innen sowie eine weitere Bürgerbeteiligung stattgefunden.

Die Ziele, als zweiter wichtiger Baustein der Smart City Strategie sind von der Politik am 28.04.2021 einstimmig beschlossen worden.

Der dritte Baustein der Olper Smart City Strategie, die konkreten Maßnahmen, wurde im Sommer 2021 im Rahmen von zwei Bürger:innenbeteiligungen erarbeitet. Im ersten Schritt konnten Bürger:innen noch weitere Ideen für Maßnahmen einreichen. Im zweiten Schritt konnte eine Auswahl an Maßnahmen bewertet werden. Der Beschluss der Maßnahmen erfolgte einstimmig am 15.09.2021.

Welche Schritte folgen als Nächstes?

Im Laufe des Jahres 2021 folgt nun die Fertigstellung von verschiedenen ersten Maßnahmen, wie zum Beispiel die digitale Stadtführung oder die Ausstattung von ersten Parkplätzen mit Sensoren. Darüber hinaus wird noch an einer optisch aufbereiteten Version der Smart City Strategie gearbeitet, die im Anschluss auch veröffentlicht wird.

Zusätzlich erfolgt der Projektaufsatz für die weiteren Maßnahmen, die im Laufe der Umsetzungsphase realisiert werden sollen und deren Arbeit dann ab 2022 aktiv startet.

Über den weiteren Verlauf der einzelnen Maßnahmen sowie Beteiligungsmöglichkeiten werden wir Sie selbstverständlich jeweils rechtzeitig informieren.

Logo des Bundesministerium des Inneren für Bau und Heimat mit dem Hinweis, dass dieses das Projekt fördert aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
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